• Facebook
    Auf dem Foto sind unterschiedliche Kaffeekapseln zu sehen

    Das Ding mit der Kaffeekapsel - Aluminium oder Kunststoff

    Was sich so auf dem Kaffeemarkt tut, ist spannend und bemerkenswert. Und zwar im eigentlichen Sinne des Wortes. Deutschland ist traditionell ein Land der Kaffeetrinker. 2016 hat im Durchschnitt jeder Deutsche 162 Liter Kaffee getrunken (im Vergleich: 104 Liter Bier, 148 Liter Mineralwasser). Und das auf ganz unterschiedliche Art und Weise: 86 Prozent bevorzugen dabei gemahlenen Filterkaffee und die ganze Bohne für den Kaffeevollautomaten. Der Rest mag lieber die praktische und bequeme Zubereitungsart mit Pads oder Kaffeekapseln aus Kunststoff und Aluminium. Und genau diese Kaffeekapseln sind heute unser Thema.

    Kaffeekapseln aus Aluminium benötigen mehr Energie als Kunststoff


    Welche Variante der NespressoÒ*-kompatiblen Kaffeekapseln ist die bessere? Vorweg: Dazu gibt es keine allgemeingültige, richtige oder falsche Antwort. Fakt ist aber auch, dass der Energieaufwand bei der Produktion von Kaffeekapseln aus Aluminium um ein Vielfaches über dem Energiebedarf zur Fertigung von Kaffeekapseln aus Kunststoff liegt. Außerdem fällt bei der Alugewinnung aus Bauxit noch giftiger Rotschlamm an. Die Recyclingquote von Plastik liegt zwar etwas unter der von Aluminium, allerdings wird der Rest der thermischen Verwertung zugeführt und damit Wärme gewonnen. Wärme, für die an anderer Stelle Erdöl oder –gas eingespart werden kann. Das funktioniert mit Aluminium nicht.

    Und wie sieht es mit der Aroma-Stabilität des Kaffees in den unterschiedlichen Arten von Kaffeekapseln aus? Eine wichtige Frage, denn sobald das Kaffeepulver mit Sauerstoff in Berührung kommt, leidet das Aroma. Hier kommt es auf die Barriereeigenschaften der Kaffeekapsel bzw. des eingesetzten Materials an. Also wie „dicht“ ist Aluminium bzw. Kunststoff gegenüber Sauerstoff. Das hört sich jetzt erstmal unlogisch an, aber es ist tatsächlich so, dass die Sauerstoffmoleküle so klein sind, dass sie sich mit der Zeit ihren Weg suchen und so irgendwann beim Kaffee ankommen. Zwar in kleinen Mengen, aber genug, um das Aroma langsam herabzusetzen.

    Hier hat Aluminium gegenüber einem „gängigen“ Kunststoff wie Polypropylen (PP), der in der Regel bei der Herstellung von Kaffeekapseln verwendet wird, die Nase vorn. MENSHEN setzt jedoch seit einiger Zeit eine Hochbarriereschicht aus einem Copolymer ein, die mit Hilfe eines bestimmten Verfahrens (Co-injection) im Produktionsprozess zwischen zwei Lagen PP eingebracht wird und diesem Komplex eine ausgezeichnete Barriereeigenschaft gegenüber Sauerstoff und anderen Gasen verleiht. Damit steht diese Kombination dem Aluminium in nichts nach.

    Kaffeekapseln aus Kunststoff: Bestnoten bei Barriereeigenschaft und Dichtigkeit


    Was ist noch wichtig für den ultimativen Kaffeegenuss? Genau, der Geschmack. Und der wird neben dem Aromaschutz durch die soeben beschriebenen Barriereeigenschaften auch ganz wesentlich durch das Mengenverhältnis von Kaffeepulver und Wasser bestimmt. Es liegt auf der Hand: Wird zu wenig Kaffeepulver mit zu viel Wasser aufgebrüht, erhält man meist eine ungenießbare, wässrige „Plörre“. Steht hingegen während des Brühvorganges zu wenig Wasser zur Verfügung, wird das Ergebnis vielleicht zu bitter oder zu stark. Oder man ärgert sich einfach über die Mini-Menge in der Tasse, die ganz nett schmeckt, aber leider nur dazu dienen kann, die Zunge zu benetzen.

    Hier heißt das Zauberwort Dichtigkeit. Um den Kaffeegenuss zu gewährleisten, wird eine genau definierte Wassermenge benötigt, die die Kaffeekapsel bzw. deren Inhalt umspült. Wenn von dieser Menge während des Brühens auf wundersame Weise – wie in unseren Tests geschehen – zum Teil mehr als 10% verloren gehen, hat das unweigerlich negative Auswirkungen auf das Geschmackserlebnis. Mal ganz abgesehen von der optischen Überraschung. Wenn ein Espresso, dessen eigentliche Menge mit 30 ml ohnehin schon recht überschaubar ist, plötzlich noch kleiner ist als gewohnt, wird es sehr übersichtlich. Der Grund für den wundersamen Wasserschwund liegt in der Dichtigkeit der eingesetzten Kaffeekapsel.

    Da in der Brühkammer der Maschine ein sehr hoher Druck aufgebaut wird, muss die Kaffeekapsel – insbesondere das breitere Ende mit dem Kragenrand – diesen Druck aushalten und gegenüber der Kaffeemaschine abdichten, damit kein Wasser austritt und daneben geht. MENSHEN hat zu diesem Zweck den „Diamond Grid“ entwickelt – ein umlaufendes System von vielen kleinen Rautenanordnungen sorgt dafür, dass annähernd vollkommene Dichtigkeit herrscht. Bei den von uns durchgeführten Tests mit unterschiedlichen Varianten der Kaffeekapseln von verschiedenen Anbietern landet die MENSHEN-Lösung deutlich vor dem Marktführer!

    Die Kaffeezubereitung ist also alles andere als banal und es müssen viele Dinge optimal abgestimmt sein, damit das Kaffeetrinken zum Genuss wird. Da die MENSHEN-Kaffeekapsel in allen Disziplinen hervorragend abschneidet, ist sie also mehr als nur eine Alternative zu der Variante aus Aluminium. 

    Kommentare anzeigen Kommentare verbergen

    Kommentare

    06.03.2019 | Mr Cheap

    most expensive solution to brew your coffee

    20.02.2018 | Mother Earth

    More plastic for our oceans. Thank you.

    Einen Kommentar schreiben

    * Pflichtfelder


    Über den Autor

    Christian Nöh

    Weitere Artikel dieses Autors

    Auf dem Bild sind unterschiedliche Kaffeekapseln zu erkennen